Technische Daten
Der Zentauron Traumaschutz schwer wird körperseitig hinter einer geeigneten Weichballistik im Plattenträger oder in der Schutzweste getragen. Er richtet sich an Einsatzkräfte, militärische und behördliche Anwender sowie weitere Nutzer ballistischer Schutzsysteme.
Bei einem Treffer kann sich die Weichballistik rückseitig in Richtung des Körpers verformen. Der zusätzlich hinter der Weichballistik eingesetzte Traumaschutz dient dazu, die dabei auf den Körper übertragene Belastung auf eine größere Fläche zu verteilen und das Beschusstrauma zu mindern.
Die Traumaschutz-Einlagen werden als Paar geliefert und sind im SAPI Cut in den Größen SAPI M und SAPI L erhältlich.
Der Traumaschutz wird auf der Körperseite hinter der Weichballistik eingesetzt. Die vorgesehene Reihenfolge lautet:
Außenseite → Weichballistik → Traumaschutz → Körper
Die Einlagen eignen sich für Plattenträger und Schutzwesten, deren ballistische Einschubfächer für die entsprechende SAPI-Größe sowie für die zusätzliche Materialstärke ausgelegt sind.
Der Traumaschutz besteht aus einem verdichteten Aramid-Laminat. Der mehrlagige Aufbau dient dazu, die hinter der Weichballistik auftretende Belastung auf eine größere Fläche zu verteilen und die punktuelle Belastung des Körpers zu reduzieren.
Mit einer Materialstärke von etwa 8 mm wird der Traumaschutz zusätzlich hinter der geeigneten Weichballistik in das ballistische Einschubfach eingesetzt.
Bei einer Vergleichsmessung wurde die Kombination aus dem Zentauron Traumaschutz schwer und der Zentauron Weichballistik SAPI Cut VPAM 3 Plus untersucht. Dabei wurde die rückseitige Eindringtiefe in Plastilin mit und ohne zusätzlich eingesetzten Traumaschutz verglichen.
In diesem Vergleichsaufbau wurde die gemessene Eindringtiefe durch den zusätzlich körperseitig hinter der Weichballistik eingesetzten Traumaschutz von 28 mm auf 14 mm reduziert.
Die angegebenen Messwerte beziehen sich ausschließlich auf die untersuchte Kombination aus dem Zentauron Traumaschutz schwer und der Zentauron Weichballistik SAPI Cut VPAM 3 Plus sowie auf den dabei verwendeten Aufbau. Die Ergebnisse lassen sich nicht automatisch auf andere Weichballistiken oder Schutzsysteme übertragen.
Der Traumaschutz besitzt allein keine ballistische Schutzwirkung. Er ist ausschließlich als ergänzende Einlage hinter einer geeigneten Weichballistik vorgesehen.
Die Einlage ersetzt weder eine beschussgeprüfte Weichballistik noch eine Hartballistikplatte. Der Traumaschutz besitzt keine eigene ballistische Schutzklasse und erhöht oder verändert nicht automatisch die Schutzklasse der verwendeten Weichballistik.
Vor der Auswahl muss geprüft werden, welche SAPI-Größe für den verwendeten Plattenträger, die Schutzweste und die vorhandene Weichballistik vorgesehen ist. Zusätzlich muss im Einschubfach ausreichend Platz für die Kombination aus Weichballistik und Traumaschutz vorhanden sein.