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Technische Daten
Der Splitterschutz Streitgurt ist eine ballistische Einlage für den Hüft- und Unterleibbereich, ausgelegt für den Einsatz in einer geeigneten Tragehülle wie dem Streitgurt. Im Vergleich zu reiner Polsterung erhöht die Einlage den Schutz gegen Splitter- und Fragmenteinwirkung, ohne das Tragesystem unnötig aufzutragen. Durch den dünnen, leichten und flexiblen Aufbau eignet sich der Splitterschutz besonders für Anwender, die einen Battle Belt im professionellen Umfeld nutzen und dabei Wert auf Beweglichkeit und Sitzkomfort legen.
Die Splitterschutz-Leistung wird nach STANAG 2920 bewertet. STANAG 2920 ist eine NATO-Prüfnorm für Splitterschutz, bei der mit einem Fragment-Simulationsgeschoss (FSP) gearbeitet wird. In diesem Fall bezieht sich die Prüfung auf ein 1,1 g FSP. Der Kennwert V50 beschreibt die Geschwindigkeit, bei der statistisch betrachtet etwa die Hälfte der Treffer zu einer vollständigen Durchdringung führt und die andere Hälfte aufgehalten wird. Für diese Einlage liegt der V50-Wert bei mindestens 446 m/s.
Als Trägermaterial kommt Twaron zum Einsatz, eine Para-Aramid-Faser, die wegen ihrer hohen Festigkeit bei gleichzeitig geringem Gewicht in Schutzsystemen verwendet wird. Die Einlage ist auf eine Dicke von 3 mm ausgelegt und erreicht ein Flächengewicht von 1,8 kg pro Quadratmeter. Das Ergebnis ist eine sachlich betrachtet dünne, leichte und flexible Splitterschutz-Einlage, die sich an den Körper anpasst und im Gürtelbereich gut tragbar bleibt. Die Gewährleistung beträgt 5 Jahre. Die Herstellung erfolgt Made in Germany.
Wichtig: Ballistischer Schutz reduziert das Risiko, verhindert Verletzungen jedoch nicht vollständig. Auch wenn ein Fragment gestoppt wird, kann Restenergie als Trauma auf den Körper wirken und Verletzungen verursachen.
Die Einlage ist ausschließlich bestimmungsgemäß in einer geeigneten Tragehülle zu verwenden. Ohne Hülle ist die Nutzung nicht ordnungsgemäß. Fremde Tragehüllen können den sicheren Sitz beeinflussen, insbesondere wenn Form, Einschubfach oder Fixierung von der vorgesehenen Lösung abweichen.
Im getragenen System kann der Splitterschutz den unteren Rumpf im Hüft- und Unterbauchbereich abdecken. Damit wird ein Bereich adressiert, der bei Einsatzbelastung durch Splitter und Sekundärfragmente relevant sein kann. Je nach Tragehöhe und Körperbau kann die Abdeckung insbesondere seitliche Partien des Bauchraums sowie den Bereich um Becken und Leistenregion einschließen, in dem sich empfindliche Strukturen und große Blutgefäße befinden. Die konkrete Abdeckung hängt vom verwendeten Trägersystem, der Größe und der korrekten Positionierung im Gürtel ab.
Ballistik ist immer mit Trefferseite (Strike Face) nach außen zu tragen, also zur äußeren Hülle. Ist die Trefferseite markiert, folgt der Einbau dieser Kennzeichnung. Wenn die Einlage unmarkiert ist, gilt: Strike Face ist die Seite ohne Aufdruck mit technischen Daten oder Herstellerinformationen.
Die Seite mit technischen Daten ist stets die Rückseite und muss zum Körper getragen werden.
Bei Verschmutzung reinigen Sie die Einlage mit einem feuchten Tuch. Die verschweißte TPU-Folie verhindert das Eindringen von UV-Strahlung und Feuchtigkeit in das Aramid-Paket.
Verwenden Sie keine chemischen Reinigungsmittel, da diese die TPU-Folie angreifen und die Leistungsfähigkeit des Aramids beeinträchtigen können.
Der Splitterschutz ist für die Nutzung in einer passenden Tragehülle im Battle-Belt-Konzept vorgesehen. Beim Streitgurt wird die Einlage anstelle von Polster-Elementen in das dafür vorgesehene Einschubfach eingesetzt. Achten Sie auf einen faltenfreien Sitz und darauf, dass die Einlage im getragenen Zustand nicht wandert.
Wenn Sie statt Splitterschutz eine geprüfte Weichballistik gegen Kurzwaffenbedrohungen benötigen, finden Sie hier die Alternative: Weichballistik Streitgurt VPAM 3 Plus.
Hinweis: Dieses Produkt wurde speziell zur Verwendung durch Streit- oder Ordnungskräfte entworfen.
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